Weiteres

Hier findest du weitere allgemeine Informationen

Links Tradition

Links


Traditionelles Verhalten in einer Kungfu Schule


Allgemein

Taiji ist ein Kungfu Stil. Das Verhalten in einer Kungfu Schule ist vor allem von Konfuzianismus und Buddhismus geprägt.
Die gute Ordnung und der Respekt innerhalb einer Familie werden so auf die Schule übertragen.
Darum bedeutet "Shifu" auch soviel wie "väterlicher Lehrer" und "Shihing" soviel wie "großer Bruder".

Respekt

Sei respektvoll. Wenn du in eine Kungfu Schule eintrittst, gibt es gleichaltrige und ältere Kungfu Geschwister.
Ein älterer Kungfu Bruder und eine ältere Kungfu Schwester sind Schüler, die zeitlich vor dir begonnen haben. Geichaltrige beginnen zur selben Zeit mit dir und jüngere sind Schüler, die in der Zeit nach deinem Eintritt anfangen.
Diese Ordnung ist weder durch Training noch durch Graduierungen veränderbar. Genauso wenig wie dein älterer Bruder zu einem jüngeren Bruder werden kann oder Eltern zu Geschwistern werden können.
Zu deinen älteren Kungfu Geschwistern solltest du eine "aufnehmende Haltung" einnehmen - zum Beispiel Hilfestellungen annehmen. Zu deinen jüngeren KungFu Geschwistern solltest du eine "gebende Haltung" einnehmen - zum Beispiel neuen Schülern helfen, sich in der Gruppe wohlzufühlen.
Wenn diese Ordnung gegeben ist, fließt die Energie frei und ein gesunder und starker Zusammenhalt in der Gruppe kann entstehen.
Die Schüler nehmen zum Shifu eine "aufnehmende Haltung" ein.
Hier eine kleine Geschichte:


Die leere Tasse

Eines Tages besuchte eine berühmte und angesehene Professorin zwei große und weise Meister der Kampfkunst.
"Ich bin von weit her gekommen, um Sie beide zu treffen, denn ich habe gehört, dass Sie große Meister 'der Kunst des Leeren Ich' sind. Ich habe jahrelang eifrig studiert, um den Kern Ihrer Lehren zu verstehen. Können Sie mir erklären, was 'das Leere Ich' bedeutet und wie es der Welt Frieden bringen kann? Was ist das Geheimnis dieser Leere?"
Der ältere der beiden Meister servierte gerade Tee, als die Professorin sprach. Er schenkte die Tasse der Besucherin voll und schenkte immer weiter ein, bis der Tee über den Rand lief und vom Tisch auf den Fußboden tropfte.
Die Professorin schaute zu, wie die Tasse überlief, bis sie sich nicht mehr beherrschen konnte.
"Die Tasse ist doch voll", rief sie aus, "da geht nichts mehr rein!"
"Wie diese Tasse", sagte der Meister, "so ist auch Ihr Geist mit Fragen angefüllt und sucht nach Antworten. Solange Sie Ihre Tasse nicht leer machen, geht nichts mehr hinein. Genauso ist es mit Ihrem Geist: Sie können nichts aufnehmen, solange Sie ihn nicht leer machen."
Aus dem Buch "Im Zentrum des Wirbelsturms" von Terrence Webster-Doyle

Achtsamkeit

Sei achtsam. Lass den Alltag in der Umkleidekabine und sei im Unterricht anwesend in der Gegenwart.
Ereignisse in der Zukunft und Vergangenheit spielen jetzt keine Rolle. Achte auf deinen eigenen Lernfortschritt und nicht auf den der anderen.
Versuche den gleichen Fehler nicht öfter als zweimal zu machen und beim dritten mal es richtig zu machen. Verschränke deine Arme nicht und stütze die Hände nicht auf die Hüfte während du dem Lehrer zuhörst. Strecke die Fußsohlen beim Sitzen nicht dem Lehrer entgegen.
Wenn du durch eigenen Einsatz viel Fortschritt im Kungfu gemacht hast, dann sei dir stets bewusst, dass dies nur möglich war, weil du von Lehrern unterrichtet wurdest und auch diese von ihren Lehrern unterrichtet wurden.
Darum halte das Lehrer-Schüler Verhältnis stets in Ehren.

Dankbarkeit

Sei dankbar. Der laufende Unterricht ist das Endprodukt von viel Arbeit, welche es davor zu leisten gibt.
Die Möglichkeit, authentisches Kungfu zu lernen ist etwas ganz besonderes und sollte dementsprechend wertgeschätzt werden. Ein chinesisches Sprichwort besagt:
"Wer den Reis ißt, beachte auch die Schüssel."
Wer den Reis ißt und die Schüssel einfach wegwirft, wird als schlechter Schüler bezeichnet.


All diese Punkte tragen dazu bei, einen Raum für Entwicklung zu schaffen.

Kontakt


Gerne erhältst du hier mehr Informationen.